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GOA

 

zugfahren in indien begeisterte mich...an die 37 stunden sind wir von pushkar richtung sueden gefahren, sassen in den offenen zugtueren und haben uns den fahrtwind um die nase wehen lassen, waehrend sich draussen die landschaft immer mehr veraenderte...gruengruen wurde es, mit palmen und zuckerrohrlandschaften, kleinen tipis auf den feldern, winkenden menschen an den gleisen. besonders ist es, wenn der zug ueber eine bruecke fahert und deine beine aus der tuer baumeln: du sitzst direkt ueber dem fluss!

jetzt wohne ich in einer kleinen huette direkt am strand, hoere tag und nacht das rauschen des ozeans und bluehe. [ersteinmal schock ueber das was ich in der nacht aus dem bus auf dem weg nach arambol sah: touristenhochburg. "aerger" darueber, dass man hier die gleichen fehler begeht wie in anderen laendern, die touristisch erschlossen wurden- alles wird zubetoniert, riesige hotels errichtet und der westliche einfluss ist immens. fuer mich ist das kein integrierter tourismus, der sowohl dem land hilft und gleichzeitig aber auch die authenzitaet bewahrt.] arambol ist allerdings recht shanti und jaa, ich geniesse.

kuehe am strand, delfine beobachten, meditatives muschelsammeln, fruechteessen ohne ende, mit dem moped die landschaft erkunden, zum ersten mal so viele palmen sehen, kleine feste und viele bekannte menschen wiedersehen.

 

17.11.06 08:02


full power! (ich liebe indisches englisch...)

sonntag. voll und ganz. mein letzter tag in pushkar. ja, unglaublich, morgen in aller fruehe, wird mich dieser ort wieder loslassen... an die 37 stunden zugfahrt (laut indischer auskunft sind das ja nur 26, aber wenn man nachrechnet, wirds ein bisschen mehr... ) liegen vor uns... goa.naechstes ziel, nochmal was ganz anderes von indien erleben, meer und strand? undund. in erster linie fuer mich auch ein wiedersehen einiger bekannter gesichter besonderer begegnungen. ich bin gespannt. und das vor allem auch auf die zugfahrt...das erste mal im indischen zug! [wir werden nachher noch einen fruechtegrosseinkauf starten...]

ansonsten. nehme ich in den letzten tagen taeglich die geschichte eines dreissigjaehrgen auf, die geschehnisse der persoenlichen letzten zehn jahre. fuer mich ist das unwahrscheinlich interessant und auch inspirierend, weil ich mich am anfang dieses lebensabschnitts stehen sehe und viel ueber seine bedeutung erfahre.

daher: viel inspiration, neue ideen, neue gedanken. neue arbeit. nicht mehr davon jetzt, ist wohl eher wichtig fuer mich selbst, weil teil eines inneren prozesses oder was auch immer.

ich versuche ein bisschen mehr als tora,tora hindi zu lernen. ist aber unwahrscheinlich schwierig. macht allerdings genauso auch spass und die inder freuen sich.

noch eine kleine beobachtung> war gestern auf einer rajasthani-party und danach auf dem heimweg noch in einem der "i sell everything" shops gelandet. meine aufmerksamkeit landet inzwischen schon gar nicht mehr bei dem ganzen mix-sortiment oder knallrosa torte oder sonstigen absurditaeten (ach,man kann stunden darin verbringen und sich vergnuegen...) sondern: inmitten des ganzen gewuehls, die waende voller regale mit glasschiebetueren hinter denen sich  toast und schokokekse, zahnbuersten, klopapier, raeucherstaebchen und sonst was verbergen, hat man einem kleinen altar platz eingeraeumt! foto vom guru, kerzen, glitzerfunkel, blumen.alles sehr holy. neben dem toast. das ist indien

eine einladung zu einem kleinen motarradtrip mit der enfield des netten schweizers hat mich mit wehenden haaren raus aus pushkar gebracht... (in gedanken an melli, meine motorradfrau...)

[und noch ein kleines anliegen.aus interesse und involviertheit. sagt doch bitte bescheid, wenn in deutschen medien etwas ueber eine in ajmer inhaftierte deutsche frau auftaucht...]

 

12.11.06 11:18


 

good morning! (diese begruessung ist in keinster weise passend, aber ich gleiche mich den indern hier an, die zu jeder tages- und nachtzeit good morning rufen...)

zusammmen mit ziegen den berg zum tempel hochgeklettert. mit vielen pfauen-begegnungen unterwegs... diese voegel sind so schoen, so wunderschoen. das maennliche blau-gruen schimmernde federkleid, und konnte ich doch tatsaechlich einen kurzen blick auf sein prachtvolles rad erhaschen.

immer noch in pushkar. die kraefte lassen mich nicht we8iterziehen. ich suche noch den sinn dahinter. gestern, wir hatten schon alles gepackt, und sind jetzt wieder am auspacken. yayo wurde krank und weiterreisen damit unmoeglich. ich weiss nicht ob und wie (es entstehen wieder vermehert hoffnungsvolle und verzweifete ideen mit kamel, motorrad oder sonst was zu reisen) ich jemals den sueden erreichen werde....meer?

erlebe einen mix aus trance-party, einem wieder fiedlichen strassenleben, haengemattenlaune und viel draussen sein. bewege mich in diesen tagen mehr richtung natur...und lerne die "landbevoelkerung" und ihre art zu leben und zu arbeiten kennen... und von jedem spaziergang kehre ich reich beschenkt mit blumen und gemuese zurueck...

 

8.11.06 11:07


die wuestenstadt

pushkar...

durch die strassen dieser stadt laufen und an manchen stellen die farbe richtig tropfen sehen, farbmeer. ein rausch, ein orientalischer rausch. doch manchmal verschluckt der indische dreck die pracht.

zum indischen "everything is possible" passt sehr gut, dass mir hier wortwoertlich  [natural pepsi] und der Ritt auf einem [ kamel mit aircondition] angeboten wurde... wow, das amusement und der ueberraschungseffekt sind immer wieder gross!

die aufregung um die eigene person ist so gross in indien, wo auch immer man hinkommt- du fuehlst das, kriegst es taeglich auf den strassen unter die nase gerieben, schuettelst viele haende, beantwortest immer und immer wieder die gleichen fragen und die inder scheinen ungeheuer angetan und begeistert, ereifern sich am fremden. der konflikt liegt darin, dass ich gerne sehr viel zurueckgeben wuerde, das aber an einem gewissen punkt einfach nicht mehr moeglich ist, da es energie ohne ende fordert.

auch immer mehr denke ich mich in das indische verstaendnis von mann und frau hinein, immer mehr situationen begegnen mir, die mich immer mehr den grossen kontrast dieses landes sehen lassen...

[ bananenbluete, traum in rot

anmut waechst und waechst

zur vollendung? was ist die vollendung? in gelber frucht

gedankenwelt treibt mich zur bruecke, die ganz nah und leise von blossen fuessen beruehrt wird- das grosse heiligtum, der see,

doch das wasser voller dreck und verwesender blueten der puja-zeremonien-

fuer indien unsichtbar?]

pushkar fuellt sich dieser tage mehr und mehr, die strassen voller menschen, das wichtigste fest findet statt- camel fair time. wenn ich ein bisschen nach draussen laufe richtung wueste, abends im licht der untergehenden sonne, dann beruehrt das meer von kamelen, das die augen erblicken.

immer wieder aerger darueber, dass versucht wird, mit glaube geld zu machen. das tut weh.

nach einer woche an diesem besonderen platz, an dem die enrgie taeglich waechst, die einzige stadt mit einem brahma-tempel, will ich weiter richtung sueden. wir alle wollen richtung sueden. die zuege nach goa sind vollvollvoll. aber es wird sich eine moeglichkeit finden und es wird sich fuegen, mit wem ich reise

                                                      *

2.11.06 10:06


the flow

i am not here to dictate what's gonna be and what not- i am here to be in the flow of what's gonna be and what not.

 

27.10.06 09:59


die yogastadt am heiligen fluss

 

- ein abgebrochener meditationskurs und regen in mc leod ganj - einige tage recht kuehl und ich hab die stunden mit den tibetern verbracht und kochen gelernt und musik gehoert und ein bisschen tibetisch gelernt

- abschied von mc leod ganj, nachdem ich mich endlich losreissen konnte von all den liebgewonnenen menschen dort

- 16- stuendige busfahrt ueber nacht nach rishikesh in begleitung von meiner indischen "mama" smarty und yayo... ich mag das busfahren in indien, das geholper, yogaaehnliche verrenkungen, geschaukel, blick durchs fenster nach draussen, nette gespraeche und chai-breaks

- rishikesh! auf meinem weg richtung sueden etwas weitergekommen, aber noch immer hunderte und tausende kilometer entfernt... rishikesh: die yogastadt

- meine erste begegnung mit dem ganges, der heilige ganga. traenen bei den abendlichen gebetsgesaengen am fluss unten- dort entstehende gefuehle sind unbeschreiblich und am besten zu teilen, in dem ich mit yayo tanze

- viele babas auf den strassen- zumeist wunderschoene menschen mit einer solch beeindruckenden guete und ausstrahlung

- nach einem sehr verregneten gestrigen tag mit spaziergang durch den monkey-forest zum shivatempel scheint heute wieder die sonne und alles sind eifrig dabei, die strassen zu reinigen und ganz rishikesh mit blumen zu schmuecken- heute beginnt diwali, das groesste fest in indien...

 

21.10.06 09:33


wow! ich bin sehr erfuellt von einem positiven Gefuehl des "Heimkommens": Mc Leod Ganj hat mich wieder in seinen Armen und ich haette nicht gedacht, dass es sich so gut anfuehlen wuerde.  Allerdings wurde dieses Gefuehl wohl dadurch intensiviert, dass ich in Amritsar krank wurde und die unangenehme Erfahrung machen musste, mit Fieber und Schwindel zu reisen. Sehr dankbar, drei Menschen mit mir gehabt zu haben- alleine waere das nicht moeglich gewesen. Nach einer Nacht hier war das Fieber weg. Mir gehts wieder gut.

In Mc Leod Ganj bin ich wieder sehr nah dran am tibetischen Leben. Hatte das Glueck gestern einen Nachmittag mit zwei Tibetren verbringen zu koennen- ich wurde tibetisch bekocht und durfte saemtlichen existierenden Songs ueber California lauschen ... Interessant: Wangkho hat eine israelische Freundin- er sagt, er kann keine Beziehung zu tibetischen Frauen haben, da er die meiste Zeit seines Lebens buddhistischer Moench war und alle Tibeter als seine Brueder und Schwestern sieht: "Its weird to have sex with your sister".

Zum ersten Mal habe ich erlebt, das eine der vielen Kuehe hier "durchgebrannt" ist- man kann sich kaum vorstellen, was fuer ein Chaos entsteht, wenn eine Kuh ploetzlich durch eine der vollen und engen Strassen galoppiert!

Ich habe heute fast den ganzen Tag im Krankenhaus verbracht- Smartys Fieber hielt sich schon seit Tagen. Diagnose: Typhus. Wir sind jetzt zurueck und sie liegt wieder im Bett. Ich freu mich jetzt, noch ein bisschen hier durch die Strassen zu schlendern, bevor wir uns heute Abend alle treffen (momentan sind wir eine recht grosse Gruppe), um zur Open Stage ins Nirvana Cafe zu gehen... der letzte Abend alle zusammen, denn...

..morgen gehe ich fuer knapp zwei Wochen ins TushitaZentrum und beginne den Philosophie&Meditationskurs. Da das Zentrum mitten im Wald ist, werdet ihr zwei Wochen nichts von mir hoeren... Ich hoffe allerdings, dort den Blick endlich auch ausreichend nach innen richten zu koennen...

bis bald, anna

9.10.06 12:53


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