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delhi....

delhi, 9.26pm

vieles fuelt sich anders an, hier in indien und bezeichnenderweise hat jeder, dem er erzaehlt habe, aus deutschland zu kommen, mit einem "oh it is really different, india is an other world" reagiert. trotz allem wuerde ich sagen, der sogenannte kulturschock faellt bis jetzt nicht grossartig ins gewicht...

ich gehe durch kleine gassen, manche so shcmal wie hausspalte, und breite strassen. besonders krass ist die voellig andere verkehrssituation: fahrradfahrer, fahrrad-rikshas, auto-rikshas, ueberfuellte busse, autos, fussgaenger, mopedfahrer, tiere, alle machen die strassen gemeinsam unsicher....reger einsatz der hupen als verstaendigungsmittel und um aufeinander aufmerksam zu machen. eigentlich ist es nicht vorstellbar, unfallfrei durch die strassen zu kommen, aber es funktioniert. ich vertraue dem funktionieren und der sicherheit und der gelassenheit, die die inder vermitteln. und entdecke eine "liebe" zum riksha-fahren. schmunzeln muss ich jedesmal, wenn ich in einer riksha sitzend, auf der rueckseite anderer rikshas "keep distance please" lese- nie zuvor habe ich so dicht aufeinander auffahrende fahrzeuge gesehen...

die vorstellung, dass ich sofort von zehn indern umringt bin, sobald ich das gaestehaus verlassen habe, ist uebertrieben. dennoch verfolgen mich viele blicke neugiereig und man tastet sich "vorsichtig" an mich heran, mit mehrmachem vorbeigehen oder engerwerdenden umkreisungen...\

ich reise nicht alleine, bin tariq aus dem oman begegnet, mit dessen grosszuegigkeit ich noch nicht umzugehen weiss... wir fahren morgen zusammen nach agra -crazy day trip- und werden uns dann trennen, da er nach bombay weiterfaehrt und ich zurueck nach delhi fahre, um von dort endlich hoch in den norden zu fahren... dehra dun, moeglicherweise in begleitung von lama karma, einem nepalesen, den ich im tibetischen viertel beim teetrinken getroffen habe.

diificult:

staendige armut um mich herum und mich selbst ueber bettelnde menschen hinwegsetzen, sie zu ignorieren oder haendler auf der strasse mit einem harten "no" abzuweisen.... es ist nicht unmoeglich, sich so zu verhalten, oft bleibt wenig anderes uebrig...man geraet aber in zwispalt aufgrund eines moralischen anspruchs... muss lernen, damit umzugehen, einen weg zu finden...

wondering about:

- sehr viele heandchenhaltende maennliche inder\

-Liebe zu Uniformen und damit verbundener Autoritaet... Polizisten schrecken nicht davor zurueck, Rikshafahrer auf der Strasse mit ihrem stock zu schlagen... beinahe jedes restaurant hat einen uniformierten tuersteher...

15.9.06 18:15


 

man glaubt es kaum, selbst im himalaya gibt es internet...

agra war eher ein "horrible trip"...die erste krise auf meiner reise und zum ersten mal der wunsch, am liebsten ganz schnell zu verschwinden. es gab einiges, was sich schrecklich anfuehlte... allerdings: das taj mahal ist beeindruckend und die atmosphaere war fuer solch einen touristischen ort sehr angenehm. ich hab die zeit dort genossen und nette bekanntschaften gemacht...

zurureck nach delhi. ich erzaehle jetzt nur eine geschichte. die begegnung mit mustafa erklaert naemlich, dass ich am naechsten tag mit ihm nach srinagar( kashmir) geflogen bin... er lebt in delhi, ist aber in srinagar geboren und aufgewachsen. (...)

seit gestern bin ich mit ihm und fuenf anderen ( j.r. aus den usa, seul aus korea, leei und fuki aus japan, und einem anderen kashmiri) auf trekking-tour im himalaya. es ist einzigartig und ich beginne eine leidenschaft fuer berge zu entwickeln...

- kurze pause-

20.9.06 15:20


 

ich bin jetzt eine woche unterwegs, aber es passiert jeden tag so viel und ich bin dermassen angefuellt mit eindruecken und komme sozusagen gar nicht hinterher, alles einzusammeln und "zum ausdruck zu bringen"... deshalb kommt es mir auch vor, als ware ich schon sehrsehr viel laenger in indien unterwegs.

hier oben im norden, in ladakh, fuehlt sich indien allerdings ganz anders an... diese hohen berge, eine sehr viel kuehlere (und frische, freie) luft, viel natur, voellig andere menschen... wir uebernachten heute in leh, ich bin durch die bunten straesschen gelaufen, wobei das ziemlich anstrengend ist, da ich sehr deutlich die Hoehe spuere, in der wir uns beefinden. die luft ist sehr duenn.... wir sind noch bis samstag in ladakh unterwegs und fahren dann zurueck nach srinagar. zurueck nach kashmir: viele schafherden, esel, kleine haeuser, das erinnert mich optisch sehr an rumaenien (gruss an jonas...). das gras waechst dort wirkich am strassenrand und wir verbringen eine sehr entspannte zeit auf dem hausboot...ich werde dann dort am wochenende noch einmal auf jan und jaqueline treffen (wir sind uns in delhi begegenet)... mal sehen, wohin die reise geht!

 

20.9.06 15:33


es ist kaum moeglich, sich hier irgendwas in einer fremden sprache anzueignen... ich bin eine woche unterwegs und mir sind schon so viele verschiedene sprachen begegnet... aber: da ich gerade in ladakh bin, ein wort auf ladakhi (habe ich heute von einem buddhistischen moench gelernt..) sprich> tschuuhli  (heisst; wie gehts dir) 

20.9.06 15:43


Srinagar.

seit kurzem bin ich zurueck in srinagar. wieder auf dem hausboot. nach laengeren ueberlegungen habe ich einen weiteren trip in die berge mit mustafa ausgeschlagen und bleibe noch bis freitag relaxt am see, um dann mit jaqueline und michael (england) nach dharamsala zu reisen....

wir sind gestern um fuenf uhr morgens aufgestanden, und eingewickelt in dicke decken (die naechte sind sehr kalt hier) in eine lustig-bunte shikara gestiegen, um den gemuesemarkt zu besuchen. war schoen, sich ueber den see paddeln zu lassen, tee zu trinken, und den sonnenaufgang auf dem wasser zu erleben... der Markt ist auf dem See: ca. 50 kleine Boote, voll beladen mit Gemuese und Blumen.

Seit gestern ist Ramadan- nie zuvor habe ich das Fasten so nahe erlebt. Die Gebetsgesaenge sind um einiges lauter als zuvor und es passiert durchaus, dass der Shikara-Man aufhoert zu rudern, das Boot in die Lotusblueten treiben laesst, um zu beten.

bis bald...

26.9.06 13:44


suchend

hat denn jemand einen impuls fuer mich?

in den letzten tagen habe ich gemerkt, dass es nicht reicht, all die eindruecke nur durch intensives schreiben und fotografieren zu verarbeiten... etwas fehlt... ich muss es irgendwo und irgendwie ausdruecken...

ideen?

26.9.06 14:10


kleine anekdote

eine anekdote zum indischen "muellverstaendnis"

in den bergen, mitten in einem naturschutzgebiet, fern jeglicher zivilisation. es wurde gegessen und der muell liegt auf dem boden... aufbruchstimmung, jemand fragt, was mit dem muell passiert. der inder sagt, ach, das bleibt einfach liegen. grosse unzufriedenheit der trekker. der inder nimmt den muell, hebt einen stein und stopft den muell darunter. jetzt besser? kopfschuetteln, aeeh nein. er macht sich erneut ans werk und legt so viele steine darueber bis der muell nicht mehr zu sehen ist...

26.9.06 14:26


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