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http://myblog.de/anna.in.indien

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wir leben in einer zeit ohne hoffnung.

menschen versuchen verzweifelt, an etwas zu glauben. sie stroemen zu den neuen gurus. zu allem unglueck sind selbst intelligente menschen mit grossem wissen nicht gegen primitive formen von spiritualitaet gefeit.

der leidenschaftliche, fanatische glaube an ideen und fuehrer- gleich welche- ist goetzendient.er entsteht aus einem mangel an mitte, an innerer aktivitaet, an sein. das gleiche gilt fuer die grosse liebe: sie wird zum goetzendienst, wenn jemand glaubt, dass der besitz eines anderen menschen ihm antwort auf sein leben gibt, ihm gewissheit schenkt, zu seinem gott wird.

die liebe zu einer idee oder zu einem menschen, die frei von goetzendienst ist, ist still, nicht schrill; sie ist ruhig, tief:sie wird jeden augenblick geboren, aber sie ist kein rausc. sie ist keine trunkenheit, sie fuehrt nicht zu selbtvergessenheit, sondern erwaechst aus der ueberwindung des ego.

erich fromm. 

2.10.06 15:29


trubel in amritsar

die letzten tage in mc leod ganj waren recht ereignisreich. ein sehr negatives aufeinandertreffen mit einem angetrunkenen und dadurch sehr agressiv gewordenen tibeter am abend, als wir gegessen haben. seine provokationen waren ziemlich uebel und michael musste eine ohrfeige einstecken.

grosse und kleine feste anlaesslich des geburtstags von gandhi- und eine begruessungszeremonie fuer den zurueckkehrenden dalai lama. scharen von tibetern an der strasse, allesamt ausgestattet mit raeucherwerk und geweihtem wasser...

...am mittwoch mitten in der nacht aufgebrochen, um nach amritsar zu fahren. die fahrt war absolut unkompliziert, hat nicht laenger gedauert als erwartet und ich bin somit sehr gut angekommen. die stadt der sikhs - ueberall maenner mit turban. der goldene tempel, der wohl heiligste ort der sikhs ist sehr imposant: 750 kg pures gold inmitten eines pools aus wasser....uebernachten kann ich hier fuer drei naechte umsonst in den schlafsaelen des tempels.

ich bin richtig erfreut endlich wieder zu reisen, unterwegs zu sein, neues zu sehen und zu erleben.

6.10.06 07:07


wow! ich bin sehr erfuellt von einem positiven Gefuehl des "Heimkommens": Mc Leod Ganj hat mich wieder in seinen Armen und ich haette nicht gedacht, dass es sich so gut anfuehlen wuerde.  Allerdings wurde dieses Gefuehl wohl dadurch intensiviert, dass ich in Amritsar krank wurde und die unangenehme Erfahrung machen musste, mit Fieber und Schwindel zu reisen. Sehr dankbar, drei Menschen mit mir gehabt zu haben- alleine waere das nicht moeglich gewesen. Nach einer Nacht hier war das Fieber weg. Mir gehts wieder gut.

In Mc Leod Ganj bin ich wieder sehr nah dran am tibetischen Leben. Hatte das Glueck gestern einen Nachmittag mit zwei Tibetren verbringen zu koennen- ich wurde tibetisch bekocht und durfte saemtlichen existierenden Songs ueber California lauschen ... Interessant: Wangkho hat eine israelische Freundin- er sagt, er kann keine Beziehung zu tibetischen Frauen haben, da er die meiste Zeit seines Lebens buddhistischer Moench war und alle Tibeter als seine Brueder und Schwestern sieht: "Its weird to have sex with your sister".

Zum ersten Mal habe ich erlebt, das eine der vielen Kuehe hier "durchgebrannt" ist- man kann sich kaum vorstellen, was fuer ein Chaos entsteht, wenn eine Kuh ploetzlich durch eine der vollen und engen Strassen galoppiert!

Ich habe heute fast den ganzen Tag im Krankenhaus verbracht- Smartys Fieber hielt sich schon seit Tagen. Diagnose: Typhus. Wir sind jetzt zurueck und sie liegt wieder im Bett. Ich freu mich jetzt, noch ein bisschen hier durch die Strassen zu schlendern, bevor wir uns heute Abend alle treffen (momentan sind wir eine recht grosse Gruppe), um zur Open Stage ins Nirvana Cafe zu gehen... der letzte Abend alle zusammen, denn...

..morgen gehe ich fuer knapp zwei Wochen ins TushitaZentrum und beginne den Philosophie&Meditationskurs. Da das Zentrum mitten im Wald ist, werdet ihr zwei Wochen nichts von mir hoeren... Ich hoffe allerdings, dort den Blick endlich auch ausreichend nach innen richten zu koennen...

bis bald, anna

9.10.06 12:53


die yogastadt am heiligen fluss

 

- ein abgebrochener meditationskurs und regen in mc leod ganj - einige tage recht kuehl und ich hab die stunden mit den tibetern verbracht und kochen gelernt und musik gehoert und ein bisschen tibetisch gelernt

- abschied von mc leod ganj, nachdem ich mich endlich losreissen konnte von all den liebgewonnenen menschen dort

- 16- stuendige busfahrt ueber nacht nach rishikesh in begleitung von meiner indischen "mama" smarty und yayo... ich mag das busfahren in indien, das geholper, yogaaehnliche verrenkungen, geschaukel, blick durchs fenster nach draussen, nette gespraeche und chai-breaks

- rishikesh! auf meinem weg richtung sueden etwas weitergekommen, aber noch immer hunderte und tausende kilometer entfernt... rishikesh: die yogastadt

- meine erste begegnung mit dem ganges, der heilige ganga. traenen bei den abendlichen gebetsgesaengen am fluss unten- dort entstehende gefuehle sind unbeschreiblich und am besten zu teilen, in dem ich mit yayo tanze

- viele babas auf den strassen- zumeist wunderschoene menschen mit einer solch beeindruckenden guete und ausstrahlung

- nach einem sehr verregneten gestrigen tag mit spaziergang durch den monkey-forest zum shivatempel scheint heute wieder die sonne und alles sind eifrig dabei, die strassen zu reinigen und ganz rishikesh mit blumen zu schmuecken- heute beginnt diwali, das groesste fest in indien...

 

21.10.06 09:33


the flow

i am not here to dictate what's gonna be and what not- i am here to be in the flow of what's gonna be and what not.

 

27.10.06 09:59





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